FOTO: Renae Saxby

William Crighton (AUS)

Die Zeltplane flatterte, als William Crightons Donnerstimme 2018 Zelt 1 mit den Zeilen: “Jesus got the blues, and I’m about to lose” aus dem Lied “Jesus Blues” füllte. Der australische Songschreiber rührte das Publikum mit seinem ungeschliffenen und intensiven Gesang, und sein Ringen mit Dunkelheit und Licht, dem Gewalttätigen und dem Sanften. “Jesus Blues” ist auf William Crightons Debütalbum “William Crighton” (2016), das viel Kritikerlob erhielt. Auch nachfolgende Veröffentlichungen und nicht zuletzt seine Konzerte sowohl zu Hause in Australien als auch anderswo auf der Welt haben seine Position als einer der stärksten Namen Australiens gefestigt. Sein neuestes Album “Water and Dust” vom Februar 2022 hat in Gaffa (dänisches Musikmagazin) vier Sterne erhalten und das australische Magazin Stack bezeichnet William Crighton “als einen klassischen australischen Geschichtenerzähler.”  Als Songschreiber und Geschichtenerzähler taucht er oft in die tieferen und spirituellen Schichten ein und ist eng mit der Geschichte und Natur seines Landes verbunden. Der Respekt vor Australiens Ureinwohnern und eine empörte Gesellschaftskritik gehen Hand in Hand bei William Crighton, der auf seiner neuesten Veröffentlichung auch dem traditionellen Blasinstrument Didgeridoo Platz macht. Es ist das dritte Mal, dass William Crighton das Tønder Festival besucht.