Eine markante Stimme im zeitgenössischen Rock
Als Jake Edwin Charles Kennedy 1994 in Clifton, Europas größter Sozialwohnungssiedlung in Nottingham, geboren wurde, deutete nicht gerade alles auf seinen späteren Erfolg hin.
Zwölf Jahre und fünf Alben nach dem Debütalbum von Jake Bugg, das mit seinem lässigen, preisnominierten Sound die Charts stürmte, vergisst man leicht, dass er damals erst 18 war. Seinen Erfolg als 30-jähriger, den nicht jedem zuteilwird führt er auf unzählige Stunden harter Arbeit und einer gehörigen Portion Glück zurück.
Jake Bugg gelang der Durchbruch mit einem Sound, der britischen Folk und Gitarrenrock mit pointierten, beobachtenden Texten verband. Seitdem hat er sich als unverwechselbare Stimme des zeitgenössischen Rocks etabliert, verwurzelt in klassischem britischem Songwriting und mitreißender Energie.
2024 veröffentlichte er sein sechstes Studioalbum „A Modern Day Distraction“ und kehrte damit zu seinen rauen, gitarrenbasierten Wurzeln zurück.
Nach seinem vorherigen Album „Saturday Night, Sunday Morning“ (2021), auf dem Jake Bugg unter dem Glitzer der Discokugel auf der Tanzfläche eine kleine Auszeit suchte, ist er nun wieder auf dem Boden der Tatsachen angekommen. Und obwohl es ihm Spaß gemacht hat, fühlt er sich auf seinem neuesten Album deutlich wohler.
„A Modern Day Distraction“ (2024) ist ein schonungsloses Statement gegen die soziale Ungleichheit und Ungerechtigkeit, die Jake Bugg selbst in seiner Familie und seinem Freundeskreis erlebt. Das Album wurzelt in Wut und Empörung, möchte aber auch das Gemeinschaftsgefühl ansprechen und nicht zuletzt Hoffnung vermitteln.
Beim Tønder Festival wird Jake Bugg solo auftreten; es wird sein einziges Konzert in Dänemark im Jahr 2026 sein.